Die Fassade kann nicht alle paar Monate neu gestrichen werden. Die ausgeführte Arbeit muss jahrelang halten – UV-Strahlung, Niederschlag, Frostzyklen, biologische Beläge und die normale Bewegung des Gebäudes ergeben zusammen eine echte Belastungsprobe. Die Auswahl der Fassadenfarbe beginnt daher nicht mit der Abwägung von Farbe und Preis, sondern mit der Analyse des Untergrundtyps und der Beanspruchung des Bereichs.
Siloxan-Fassadenfarbe: Das Siloxanmolekül sorgt für eine wasserabweisende Wirkung, wodurch Regenwasser nicht in die Fassade eindringt, sondern abperlt. Gute UV-Stabilität, lange Reinigungszyklen – biologische Beläge (Algen, Pilze, Moos) setzen sich schwerer fest. Weit verbreitet auf neuen und renovierten Putzfassaden.
Silikat-Fassadenfarbe: Haftet chemisch am mineralischen Untergrund, bildet keinen abblätternden Film. Höchste Dampfdurchlässigkeit unter den Fassadenfarben. Erste Wahl bei denkmalgeschützten Gebäuden, alten Ziegelfassaden und Lehmfassaden, wo die Atmungsaktivität der Wand erhalten bleiben muss. WTA-kompatibel.
Kalkfarbe auf der Fassade: Traditionelle, mineralische Technologie mit herausragender Dampfdurchlässigkeit und natürlichen antibakteriellen Eigenschaften. Vor allem bei historischen Gebäuden, Stein- und Ziegelfassaden sowie Lehmkonstruktionen anzuwenden, wo die Übereinstimmung von Originalmaterial und -technik für den Denkmalschutz wichtig ist.
Die Fassade ist auch von innen feucht: Luftfeuchtigkeit, Wärmebrücken und innere Kondensation erzeugen Feuchtigkeit in der Wand. Wenn die äußere Farbe diese nicht durchlässt, sammelt sich die Feuchtigkeit an und kann durch Frostwirkung Risse und Blasen im Putz verursachen. Bei dampfdurchlässiger Fassadenfarbe kann die Feuchtigkeit entweichen – Putz und Mauerwerk bleiben trocken.
Algen, Moose, Pilze und Flechten an der Fassade sind nicht nur ein ästhetisches Problem: Sie produzieren organische Säuren, die mit der Zeit Putz und Ziegelflächen korrodieren. In biologisch aktiven Bereichen (schattige Fassadenseite, Gebäude mit hoher Luftfeuchtigkeit) sollte eine Fassadenfarbe mit Biozidanteil verwendet werden – aber die Ursache des biologischen Belags (Feuchtigkeit, Schatten, poröser Putz) muss ebenfalls behandelt werden, nicht nur das Symptom.
Die Haltbarkeit der Fassadenfarbe hängt von der Vorbereitung ab. Lose, bröckelnde, biologisch befallene Putzstellen müssen zuerst repariert, gereinigt und stabilisiert werden. Farbe auf beschädigten Untergrund aufzutragen ist Zeit- und Geldverschwendung. Die Bestandsaufnahme und der Vorbereitungsplan sind der erste Schritt.
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Die Kerakoll Color Collection ist ein integriertes Projekt, das innovative Materialien – Kunstharz, Zement, handgefertigtes Holz, Mikroüberzüge, Farben und Glasuren – in einer einzigen Farbpalette harmonisch vereint.