Die Lebensdauer von Parkett wird nicht vom Holz, sondern von der Beschichtung bestimmt. Abgenutztes, trockenes oder falsch beschichtetes Parkett führt zu mechanischer und optischer Verschlechterung des Holzes – und wenn die Holzoberfläche bereits beschädigt ist, kann der Schaden ohne Austausch nicht rückgängig gemacht werden.
Jedes Parkettbeschichtungssystem beginnt mit einer Parkettgrundierung: Sie füllt die Holzporen, stabilisiert die Oberfläche und bestimmt, wie die Endbeschichtung haftet. Die Grundierung variiert je nach Holzart. Bei exotischen Harthölzern – Teak, Merbau, Wenge – die natürliche Öle und Harze enthalten, ist eine andere Formel erforderlich als bei Eiche oder Buche, da der Lack sonst nicht richtig aushärtet.
Parkettlack bildet eine harte, abriebfeste Oberfläche – erhältlich als wasserbasierte und lösemittelhaltige Variante. Wasserbasierter Parkettlack hat einen niedrigen VOC-Gehalt, trocknet schnell und eignet sich auch für stark frequentierte Innenräume. Wo nicht eine harte, geschlossene Oberfläche, sondern das natürliche Aussehen und die Haptik des Holzes gewünscht sind, bietet Parkettöl die Lösung: Das Holz bleibt atmungsaktiv, die Oberfläche erhält einen natürlichen Glanz und kann durch gezieltes Nachölen teilweise erneuert werden, ohne den gesamten Boden abschleifen zu müssen. Mit Parkettöl behandelte Böden können abgenutzte Stellen einzeln ausbessern – ein Abschleifen des gesamten Bodens ist nicht nötig.
Wo weder klassischer Lack noch Öl die Wahl sind, sondern eine durchgehende, matte, natürliche Oberfläche gewünscht wird, bietet die Parkettharzbeschichtung die dritte Möglichkeit. Bei einem harzbasierten System liegt die Beschichtung auf der Holzoberfläche und dringt nicht ein: Die Holzmaserung bleibt sichtbar, die Oberfläche ist matt und natürlich wirkend, aber leichter zu reinigen als geöltes Parkett. Das System erfordert eine vollständige Oberflächenvorbereitung – Schleifen, Grundierung und dann die Harzschicht – das Ergebnis ist eine durchgehende, fugenlose Bodenfläche.
Parkettdichtmasse wird nach dem Schleifen und vor der Endbeschichtung aufgetragen: Sie füllt die Fugen zwischen den Dielen und schafft eine einheitliche, geschlossene Oberfläche für Lack oder Öl. Flexible Dichtmasse ist bei beweglichem Parkett notwendig – wo zwischen den Dielen saisonale Ausdehnung und Schrumpfung zu erwarten sind, würde eine starre Füllung mit der Zeit ausbrechen. Die Wahl der Dichtmasse hängt vom Alter des Parketts, seiner Bewegung und der geplanten Endbeschichtung ab.
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Die Kerakoll Color Collection ist ein integriertes Projekt, das innovative Materialien – Kunstharz, Zement, handgefertigtes Holz, Mikroüberzüge, Farben und Glasuren – in einer einzigen Farbpalette harmonisch vereint.