Die Fuge ist klein, aber sichtbar. Schimmelige, beschädigte oder verfärbte Fugen ruinieren das Gesamtbild der gesamten Verkleidung – und verkürzen die Lebensdauer der Verkleidung, wenn Wasser durch sie in die Konstruktion eindringt. Die Wahl der richtigen Fugenmasse hängt vom Untergrund, der Anwendung und der Umgebung ab.
Zementgebundene Fugenmasse ist die am weitesten verbreitete Lösung für Innen- und Außenbeläge. Sie ist leicht zu verarbeiten, auch in schimmelresistenter Form erhältlich und eignet sich gleichermaßen für Fliesen, Naturstein und Mosaik. Von der Standard-Innenwandverkleidung bis zur Außen-Terrassenverkleidung ist dies der Ausgangspunkt.
Hybrid-Fugenmasse bietet eine flexiblere Bindung als die rein zementbasierte Variante. Über Fußbodenheizungen, auf Außen-Terrassen oder bei großformatigen Platten – wo mit Wärmedehnung oder kleinen Bewegungen zu rechnen ist – reißt die zementbasierte Fuge früher. Die Hybrid-Formel nimmt diese Bewegungen auf, ohne dass die Fuge aufreißt.
Epoxidharz-Fugenmasse ist in Schwimmbädern, lebensmittelverarbeitenden und feuchten Industrieanlagen erforderlich, wo das Fugensystem chemischen Einflüssen und dauerhafter Wasserbelastung vollständig widerstehen muss. Epoxidharz-Fuge nimmt kein Wasser auf, schimmelt nicht und ihre chemische Beständigkeit übertrifft die von zement- oder hybridbasierten Varianten bei weitem. Wo die Hygieneanforderungen am strengsten sind, ist dies die einzige echte Lösung.
Für Natursteinbeläge und Mosaike hängen Fugenbreite und Formel vom Untergrundtyp ab. Für Glas- und Keramikmosaik wird Epoxidharz-Fugenmasse empfohlen: Epoxidharz füllt nicht nur die Fuge, sondern verbindet auch – aufgrund der kleinen Plattengröße und der Netzverlegung verbessert dies die Haftung erheblich. Bei Natursteinmosaiken entscheidet die Porosität des Steins: Für dichten, nicht saugenden Stein kann Epoxidharz verwendet werden, für poröse Steine – Marmor, Kalkstein, Travertin – ist eine zementbasierte Formel erforderlich.
Die Fugenfarbe ist ein entscheidender Faktor für die Gesamtwirkung. Erhältlich in 50 aufeinander abgestimmten Farbtönen – eine ungewöhnlich breite Auswahl. Die Farbe bestimmt, ob die Verkleidung gegliedert oder homogen wirkt: Wo die Fugenfarbe vom Plattenfarbton abweicht, ist das Raster sichtbar und strukturiert; wo sie übereinstimmt, wirkt die Oberfläche einheitlich. Dies ist eine der günstigsten Möglichkeiten, um auch mit einfacheren Fliesen einen charaktervollen, gestalteten Innenraum zu schaffen – die Fugenfarbe trägt mehr zum Gesamtbild bei als die meisten Kunden vermuten. Die Fugenfarbe kann sich auch im Dichtstoff fortsetzen: Wenn Fuge und Silikon aus demselben System stammen, wird das Gesamtbild an den Anschlussstellen – Ecke, Badewannenrand, Boden-Wand-Übergang – nicht unterbrochen.
Wenn Sie unsicher sind, welches Fugensystem zum Untergrund und den Bedingungen passt, holen Sie Beratung ein – wir finden die passende Lösung.
Die Kerakoll Color Collection ist ein integriertes Projekt, das innovative Materialien – Kunstharz, Zement, handgefertigtes Holz, Mikroüberzüge, Farben und Glasuren – in einer einzigen Farbpalette harmonisch vereint.