Die korrekte Materialverwendung und die Qualität der Gebäudesanierung hängen maßgeblich von der Genauigkeit der Messungen ab. Die Feuchtigkeit des Untergrunds, die Temperatur, die Höhendifferenz und die Verarbeitungsbedingungen des Materials können nicht geschätzt, sondern nur gemessen werden. Das passende Messgerät ist kein Luxus – es ist eine Investition, um eine Wiederholung der Arbeit zu vermeiden.
Die Messung der Feuchtigkeit des Untergrunds ist ein verpflichtender Schritt vor dem Verkleben von Parkett, dem Verlegen elastischer Beläge, dem Auftragen industrieller Beschichtungen und dem Einbringen von Estrich. Es gibt zwei Hauptmessmethoden:
CM-Messung (Carbid-Methode): Standardisierte, zerstörungsfreie Methode, die den tatsächlichen Feuchtigkeitsgehalt durch Gasdruckmessung auf Basis der Reaktion von Calciumcarbid bestimmt. Dies ist die Referenzmethode im Fachhandwerk.
Elektrisches Feuchtigkeitsmessgerät: Nicht zerstörend, schnell, aber weniger genau. Dient zur Orientierung – vor kritischen Entscheidungen ist eine CM-Messung erforderlich.
Die Verarbeitbarkeit von Materialien ist temperaturabhängig. Epoxidharzkleber, reaktive Grundierungen und schnell härtende Materialien verlangsamen sich bei niedrigen Temperaturen und härten bei hohen Temperaturen schneller aus. Um den im technischen Datenblatt angegebenen Verarbeitungsbereich einzuhalten, ist die Messung der tatsächlichen Oberflächen- und Lufttemperatur notwendig.
Die Ebenheit des Untergrunds wird mit einer Richtlatte und einer Wasserwaage überprüft: Vor dem Verlegen des Belags darf die Höhendifferenz auf 2 Metern nicht den im Herstellervorgaben angegebenen Wert überschreiten (in der Regel 3 mm/2 m).
Ein Handwerker, der ohne Messgerät arbeitet, verlässt sich auf Erfahrung und Schätzung. Das kann unter bestimmten Umständen ausreichen – aber bei Reklamationen stellt das Fehlen von Messdokumentationen ein Beweisproblem dar. Der Einsatz von Messgeräten ist eine Grundvoraussetzung für verantwortungsbewusstes Arbeiten.
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