Die FRP-Verstärkung (Faserverstärkter Polymer) ist eines der leistungsstärksten Werkzeuge der modernen Bauwerksinstandsetzung: Sie kombiniert extrem hohe Zugfestigkeit, minimales Eigengewicht, Korrosionsbeständigkeit und eine dünne Auftragsschicht. Wo das Gewicht, die Korrosionsanfälligkeit oder die Einbauprobleme herkömmlicher Stahlbeton- oder Stahlverstärkungen hinderlich sind, bietet das FRP-System eine Lösung.
Das FRP-Verstärkungssystem besteht aus Geweben oder Laminaten aus Kohlefaser (CFRP), Glasfaser (GFRP) oder Aramidfasern (AFRP), die in eine Epoxid- oder andere reaktive Harzmatrix eingebettet und auf die Oberfläche der Struktur aufgebracht werden. Die Fasern bieten außergewöhnliche Zugfestigkeit, während die Harzmatrix die Last auf die Struktur überträgt und die Fasern schützt.
Zur Biegeverstärkung von Stahlbetonträgern und -platten: Kohlefaserlaminate oder -gewebe, die am unteren Bereich des Trägers oder in der Zugzone der Platte angebracht werden, erhöhen die Biegekapazität erheblich – bei Laststeigerung oder zur Kompensation von Planungsmängeln.
Zur Erhöhung der Druckfestigkeit und Duktilität von Stahlbetonstützen: Das um die Stütze gewickelte (Confinement) Kohlefasergewebe verbessert die Querversteifung der Stütze, was sowohl die Druckfestigkeit als auch die Verformungsfähigkeit (Duktilität) erhöht – besonders wichtig bei seismischen Verstärkungen.
Zur Verstärkung von Mauerwerk und Ziegelkonstruktionen: Glas- und Kohlefasergewebe, die auf die Wandoberfläche aufgebracht werden, erhöhen die Belastbarkeit senkrecht zur Mauerwerksfläche – bei einsturzgefährdeten Fassaden und Bereichen über Öffnungen.
Zur Verstärkung von Brücken und Ingenieurbauwerken: Dort, wo eine Laststeigerung oder strukturelle Abnutzung eine Verstärkungsmaßnahme erfordert, aber eine Gewichtszunahme des Bauteils begrenzt sein muss.
Stahlverstärkungen sind korrosionsanfällig und schwer. FRP ist korrosionsbeständig, hat nur einen Bruchteil des Gewichts von Stahl und bietet eine gleichwertige oder höhere Zugfestigkeit. Nachteilig ist, dass der Elastizitätsmodul niedriger ist als bei Stahl (außer bei Kohlefaser) und die Materialkosten höher sind. Die Entscheidung hängt von der erforderlichen Verstärkungsart, dem Einsatzort und der Wirtschaftlichkeit ab.
Stöbern Sie in unseren FRP-Verstärkungssystemen oder lassen Sie sich beraten, um das passende System für Ihren Strukturtyp und Ihr Verstärkungsziel auszuwählen.
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