Lélegző mészvakolattal felújított mediterrán nappali: meszelt boltíves mennyezet, natúr látszó kőfal és Kerakoll Biocalce természetes mész falfelület

Das vollständige atmungsaktive Kalksystem — Schicht für Schicht

Kerakoll BioCalce & GeoCalce: vom Mauerwerk bis zum Anstrich – in einem einzigen diffusionsoffenen System. WTA 2-2-91/D – das vollständige Putzsystem ist zertifiziert, nicht nur ein einzelnes Produkt.


Eine durchfeuchtete, salpeterbelastete oder einfach nur schlecht verputzte Wand ist selten auf den Fehler eines einzelnen Produkts zurückzuführen – meist liegt es am Schichtenaufbau. Bereits eine einzige dichte Zementschicht oder ein Kunststoffanstrich kann verhindern, dass die Wand austrocknet. Dann beginnen sich der Putz erneut abzulösen, Salzausblühungen zu entstehen und Schimmel zu bilden.

Kerakoll BioCalce und GeoCalce bilden ein durchgängiges, diffusionsoffenes System: vom Ausgleichen des Mauerwerks über Haftbrücke, Sanier- und Grundputz sowie Glättspachtel bis hin zum atmungsaktiven Anstrich und Außenedelputz. Jede Schicht basiert auf derselben Logik – reinem natürlichem hydraulischem Kalk NHL 3.5 und Kalkhydrat CL 90-S gemäß EN 459-1. So kann die Wand durchgehend austrocknen, bleibt mit dem alten Mauerwerk kompatibel und hält auch einer Salzbelastung stand.

Schau dir zuerst an, welche Art von Wand du hast – daran erkennst du, welche Schichten du benötigst.

Welche Wand ist deine?

So verwendest du diese Seite: Wähle die Beschreibung aus, die auf deine Wand zutrifft – darunter führen wir dich Schritt für Schritt durch die zugehörigen Schichten, vom Mauerwerk bis zum Anstrich. Nicht jede Wand benötigt alle Schichten.

Alt, aber grundsätzlich intakte Wand

Renovierung, Denkmalschutz. Mit dem passenden diffusionsoffenen Material – oder Sie haben gerade den alten Putz abgeschlagen.

Schichtaufbau:
1 Mauerwerk →
2 Haftbrücke →
3 Grundputz →
4 Feinspachtelung →
5 Anstrich.

Feuchte, salzige, salpeterbelastete Wand

Mauertrocknung. Die Wand wird feucht, der Putz blättert ab, es bilden sich weiße Ausblühungen und Schimmel.

Schichtenaufbau:
1 Mauerwerk →
2 Haftbrücke (Salzsperre) →
3 Sanierputz →
4 Spachtelung →
5 Anstrich.

Der vollständige Sanierputzaufbau ist WTA-zertifiziert.

Atmungsaktiver Neubau

Neues Mauerwerk, bei dem die gesamte Konstruktion diffusionsoffen sein muss (Holzkonstruktion, natürliche Dämmung).

Schichtaufbau:
1 Mauerwerk →
2 Haftbrücke →
3 Grundputz →
4 Feinspachtelung →
5 Anstrich.

Hochwertiges Interieur, mineralische Oberfläche

Keine gestrichene, sondern eine von Hand aufgetragene Kalkoberfläche – Marmorino, Spatolato.

Schichtaufbau:
1 Mauerwerk →
2 Haftbrücke →
3 Grundputz →
4 Glättputz →
5 Dekorativer Kalkputz.

1. Die Grundlage der Wand

Ausgleich und Reparatur des Mauerwerks
Eine atmungsaktive Wand beginnt mit dem Mörtel. Nach dem Abschlagen des alten Putzes ist das freigelegte Mauerwerk häufig uneben und lückenhaft, die Fugen sind ausgewaschen – zunächst muss es ausgeglichen und ausgebessert werden, bevor verputzt werden kann. (Bei neuem Mauerwerk übernimmt der Mauermörtel und Lagerfugenmörtel dieselbe Aufgabe.) Die BioCalce-Kalkmörtel werden aus reinem NHL-3.5-Kalk hergestellt: Sie sind mit historischem Mauerwerk kompatibel, salzbeständig und weich – das Mauerwerk bleibt „opferfähig“ und kann ohne Schäden zurückgebaut werden.

2. Haftbrücke

Damit der Putz haftet und das Salz draußen bleibt
Der Putz haftet nicht auf der glatten Wand, sondern auf einer rauen, hinsichtlich der Saugfähigkeit ausgeglichenen Grundschicht. Biocalce Rinzaffo bildet diese Haftbrücke (Spritzbewurf) – mit besonders hoher Diffusionsfähigkeit und Salzbeständigkeit. Im Sanierungssystem erfüllt es eine doppelte Funktion: Es sorgt für die Haftung des Oberputzes und wirkt als Salzsperre, die verhindert, dass aus der Wand stammende Salze in den frischen Putz gelangen.

3. Grundputz

Die atmungsaktive Grundschicht (der Zustand der Wand ist ausschlaggebend)
Der Grundputz bildet die Hauptschicht der Wand und sorgt für eine ebene Oberfläche. Hier trennen sich die beiden Wege: Bei einer intakten Wand ein herkömmlicher, atmungsaktiver Grundputz, bei einer aktiv feuchten oder salzbelasteten Wand ein WTA-zertifizierter Sanierputz. Beide bestehen aus reinem NHL-3,5-Kalk, und ihr Wasserdampfdiffusionswiderstand beträgt nur einen Bruchteil des Werts von Zement (μ ≈ 6 gegenüber etwa 20 bei Zement), sodass die Wand durchgehend nach außen trocknen kann.

4. Glätten und Spachteln

Streichfertige und dennoch atmungsaktive Oberfläche
Die Glättschicht schließt den Putz ab: Sie schafft eine gleichmäßige, streichfähige – oder auch eigenständig dekorative – mineralische Oberfläche. Gips- oder zementgebundene Spachtelmassen sind zwar glatt, schließen jedoch die Feuchtigkeit ein und flecken oder lösen sich auf Kalkputz ab. Biocalce Intonachino besteht vollständig aus reinem NHL-3.5-Kalk, sodass auch die obere Schicht die Wand nicht versiegelt – Sie wählen lediglich die Körnung entsprechend der gewünschten Glätte.

5. Abschluss

Atmungsaktive Farbe oder Edelputz
Die abschließende Schicht vervollständigt das System – und entscheidet darüber, ob die Wand tatsächlich atmen kann. Ob ein dünner, diffusionsoffener Anstrich oder ein stärkerer, strukturierter Edelputz: Beide sind mineralisch und diffusionsfähig, sodass sie die Wand nicht versiegeln. Das System niemals mit Acryl- oder Kunststofffarbe überstreichen.

Nicht nur eine Schicht – das gesamte System ist zertifiziert

WTA 2-2-91/D
Bei der Sanierung feuchter, salzbelasteter Wände und bei der Restaurierung denkmalgeschützter Gebäude gilt die WTA-Zertifizierung als anerkannter Qualitätsmaßstab für Sanierputze. Auf dem Markt steht sie typischerweise für ein einzelnes Produkt – einen einzigen WTA-zertifizierten Sanierputz. Bei Kerakoll ist der gesamte Kalk-Putzaufbau gemäß WTA 2-2-91/D zertifiziert, Schicht für Schicht: Biocalce Rinzaffo (Haftbrücke und Salzsperre), Biocalce Zoccolatura (Salzsanierputz), Biocalce Intonaco und Intonaco Fino (Grundputze), GeoCalce Intonaco und GeoCalce Tenace (Geoputze), Benesserebio (thermozellulärer Bio-Sanierputz).

Die Wasserdampfdurchlässigkeit ist eine Reihenschaltung von Eigenschaften: Die gesamte Wand wird durch die schwächste Schicht bestimmt. Wenn Haftbrücke, Sanierputz und Grundputz Teil desselben WTA-Systems sind, arbeiten die Schichten nachweislich zusammen – das Salz bleibt in den Poren, der Wasserdampf kann entweichen und die Oberfläche bleibt trocken.

Für Förderanträge und denkmalgerechte Sanierungen häufig Voraussetzung: Bei denkmal- und kulturerhaltenden Sanierungen – insbesondere bei Projekten, die durch EU- oder staatliche Fördermittel finanziert werden – ist in vielen Fällen die Verwendung WTA-zertifizierter Materialien vorgeschrieben. Der gesamte BioCalce-/GeoCalce-Aufbau erfüllt diese Anforderungen, ist damit förderfähig und wird auch von den Denkmalschutzbehörden anerkannt. Abgeschlossen wird das System durch einen diffusionsoffenen Kalk-, Silikat- oder Mineralanstrich, der die Wasserdampfdurchlässigkeit des WTA-zertifizierten Aufbaus bewahrt.

Bist du dir nicht sicher, welche Schicht du für welche Wand benötigst?

Die Ursache einer feuchten Wand und der richtige Schichtaufbau lassen sich oft nur vor Ort genau bestimmen – woher das Wasser kommt, wie hoch es aufsteigt und wie hoch die Salzbelastung ist. Fordere eine kostenlose Besichtigung vor Ort sowie ein Angebot für Material und Arbeitskosten an: Wir sagen dir, ob ein atmungsaktiver Putz ausreicht oder ein vollständiges System zur Mauerwerkstrockenlegung erforderlich ist, und welche BioCalce-/GeoCalce-Produkte genau für deine Wand geeignet sind.

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